Uschi & Waltraud
Die Initiatorinnen Uschi & Waltraud
Projekt intergenerationelle Begegnungen
Freundeskreis Tina Modotti Archiv e. V.
Die Initiatoren, Gestalter und Organisatoren dieses Projektes sind Freundinnen seit der Schulzeit und beide Kinder aus dem Prenzlauer Berg. Sie haben sich nach 38 Jahren anlässlich eines Klassentreffens wieder gefunden. Die inzwischen zurückgelegten Lebensjahre wiesen überraschende Ähnlichkeiten auf: Waltraud Endrulat ist Außenhandelskauffrau, hat große Einzelhandelsfilialen geleitet, war dort auch Lehrausbilderin und hat sich in den 90iger Jahren selbständig gemacht, zuerst mit einem Bauunternehmen und anschließend mit einer Modeboutique. Ursula Kriese kommt aus der Gastronomie, hat ein renommiertes Restaurant geleitet und sich in den 90iger Jahren selbständig gemacht, zuerst mit einem Dienstleistungsunternehmen, dann mit einer Modeboutique. Uschi ist ihrem Kiez Prenzlauer Berg immer treu geblieben. Ihre Boutique La boheme in der Winsstraße 12 hatte regen Zulauf – mal schnell auf einen Kaffee zu Uschi, plaudern, klagen, fluchen, Rat holen, witzeln über alle Probleme die das Leben so mit sich bringt: Arbeitslosigkeit, Familienstreitigkeiten und Gott und die Welt … sie kamen nicht, um zu kaufen… Irgendwann konnte sie dann ihre Miete nicht mehr bezahlen. Waltraud ging es mit ihrer Boutique in Moabit ähnlich. Auch sie stand ende 2003 vor dem „Aus“. Beim Auflösen von La boheme, als die „Kunden“ traurig fragten, wo sie denn nun hinsollten, wo ihre Sorgen und Probleme besprechen, wo ihre Kinder „parken“, wenn sie zum Arzt oder Ämter mussten, kam die Idee: eine Kontakt- und Begegnungsstätte für den Winskiez. Mit eigenen finanziellen und Sachmitteln, durch Aufnahme eines Kredites sowie mit Sachspenden von Freunden haben wir ein sehr gemütliches Wohnzimmer, fast wie zu Hause, und ein Kinderspielzimmer mit einem tollen Spielzeugangebot eingerichtet, das Jung und Alt von 0 bis 100 Jahre einlädt. Am 23. Februar 2004 war es dann soweit: Eröffnung unseres „PiB“ – Projekt intergenerationelle Begegnungen Der Zulauf und die Begeisterung unserer vielen kleinen und großen Gäste in den zwei Jahren unserer Existenz beweist, dass wir eine Oase geschaffen haben, die sich der Anonymität der Großstadt entgegenstellt. Wir erhielten 2004 den „Ehrenpreis für Ehrenamtliche“ der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin für unsere gemeinnützige Arbeit. Die französische „VEOLIA-Stiftung“ ehrte unser soziales Engagement mit einer finanziellen Förderung. Sowohl die TAZ als auch die Berliner Woche berichteten in Artikeln über unsere inzwischen nicht mehr wegzudenkende Einrichtung.